During the night of 20-21 October, activists attacked Zirkus Royal in Winterthur. A rabbit and a guinea pig were freed from small enclosures. Numerous pigeons were also released from their cages, and the circus boss' two mobile living quarters were painted.

Original German communique:
"In der Nacht vom Freitag, 20. Oktober auf Samstag, 21. Oktober haben wir den Zirkus Royal in Winterthur angegriffen, bereits eine Woche zuvor, in Zürich, befreiten wir einen Zwerghasen und ein Meerschweinchen aus ihrer Gefangenschaft auf engstem Raum aus dem Zirkus. Diese beiden geniessen inzwischen ihre Freiheit mit zahlreichen ArtgenossInnen auf einer mehr als 100mal grösseren Fläche als im Zirkus Royal. Wir bedauern zwar, dass wir damit möglicherweise zwei kleine Kinder, welche, so hatte es den Anschein, hauptsächlich für die Betreuung der beiden Tiere verantwortlich waren, sehr traurig gemacht zu haben, doch gehören Tiere nicht in Gefangenschaft, erst recht nicht ganz alleine ohne Artgenossen auf so kleinem Raum, und schon gar nicht zur persönlichen Unterhaltung.

Wir befreiten zudem zahlreiche weisse Tauben aus ihren Käfigen, leider wurden ihnen die Flügel von ihren brutalen AusbeuterInnen gestutzt, mit anderen Worten, sie sind auf grausame Art und Weise ihrer natürlichen Fähigkeit zu Fliegen beraubt worden, und sind aufgrund dessen dazu verdammt, ein qualvolles Leben in einem kleinen Käfig zu verbringen. Trotzdem hoffen wir ihnen einen Eindruck davon vermittelt zu haben, wie sich ein Leben in Freiheit anfühlen könnte, und ihnen damit eine kleine Freude bereitet zu haben. Zudem haben wir einige der viel zu kleinen Gefängnisse der Tiere kurzerhand durch das um ein vielfach grösseres Gefängnis der Zirkusangestellten ersetzt. Leider war es uns nicht möglich allen Gefangenen auf Dauer ein Leben in Freiheit zu bieten, doch schien ein kleines Schwein bereits die auf das Zirkusgelände erweiterte Gefangenschaft in vollen Zügen zu geniessen. Wir hoffen auch ihm damit eine Freude gemacht zu haben, und bedauern, ihm nicht mehr bieten zu können.

Die grossen Gewinner dieser organisierten Tierquälerei zum Zwecke der Unterhaltung und Belustigung des Menschen wurden mit Farbe gebrandmarkt. Wir hinterliessen unsere Spuren auf den beiden im Vergleich übergrossen Wohnmobilen des Besitzers und Drahtziehers dieses ausbeuterischen und tierquälerischen Zirkus.

In unserer ausbeuterischen Gesellschaft leiden bekanntermassen immer diejenigen am meisten, welche sich am wenigsten wehren können. Zu selten wird in unserem täglichen Kampf gegen den Kapitalismus auf das von Leid und Qual geprägte Dasein unserer Mitlebewesen eingegangen. Doch ist gerade das Leidwesen der Tiere ein Paradebeispiel für die Grausamkeit dieses auf Eigentum und Konkurrenz basierenden Systems. Sie werden als Gegenstand behandelt und sind Eigentum eines Menschen, ohne Recht auf Leben sind sie nicht mehr als blosser Rohstoff. Sie dürfen gejagt, gequält, ausgestellt, getötet, gemästet und gefressen werden. Sie haben einen von den Menschen bestimmten Nutzen zu erfüllen, und nur dafür existieren sie. Die Tiere leben in einem Zirkus auf viel zu kleinem Raum, ihr Willen wird mit Gewalt gebrochen damit sie mit den für sie unnatürlichsten Bewegungen für den Menschen kranke Kunststücke aufführen. Sie sind zu einem Dasein in ewiger Gefangenschaft verurteilt, damit irgend ein sadistischer Zirkusboss durch die fleissig zahlende Kundschaft fette Gewinne einstreichen kann, zumindest kann sich der Chef des Zirkus Royal einen nicht gerade billigen Jaguar leisten. Gewinn aus der direkten und gewalttätigen Ausbeutung von Leben. Nicht nur die Tiere, auch die ArbeiterInnen im Zirkus, die ArtistInnen und KünstlerInnen leben von der Hand im Mund. Sie und wir alle sind Teil dieses verdammten scheinbar nicht enden wollenden Teufelskreis von überleben wollen, und deswegen dazu gezwungen sein im System der globalen Ausbeutung an irgend einer Stelle als weiteres kleines Rad mitzuwirken und vor sich hin zu drehen.

Zerstören wir die ausbeuterische Maschinerie, sorgen wir dafür, dass wir Räder die Richtung, die Geschwindigkeit und den Zweck unseres Drehens selbst bestimmen. Für ein Leben in Freiheit für alle, Mensch und Tier! Solange Käfige existieren, geht der Kampf weiter.

Die wilden Vögel

Animal Liberation Front"